Disposition

1. Manual C-c’’’’ Hauptwerk

Principal 16’
Bordun 16’
Majorprincipal 8’
Minorprincipal 8’
Seraphon Gedackt 8’
Rohrflöte 8’
Gemshorn 8’
Fugara 8’
Quinte 5 1/3’
Octav 4’
Flûte harmonique 4’
Terz 3 1/5’
Quinte 2 2/3’
Octav 2’
Terz 1 3/5’
Kornett 5 fach
Großmixtur 2 2/3’ 3-4 fach
Mixtur 2’ 4-5 fach
Bombarde 16’
Trompete 8’
Horn (durchschlagende Zunge) 8’
Clairon 4’
Tremulant

2. Manual Positiv – Schwellwerk

Bordun 16’
Gamba 16’
Principal 8’
Seraphon Flöte 8’
Lieblichgedackt 8’
Quintatön 8’
Gamba 8’
Vox cœlestis 8’
Octav 4’
Flauttraverso 4’
Gamba 4’
Nasard 2 2/3’
Quintgamba 2 2/3’
Piccolo 2’
Gamba 2’
Tierce 1 3/5’
Terzgamba 1 3/5’
Cornet 5 fach
Gambenchor 5 fach
Plein-jeu 2 2/3’ 5-6 fach
Cor anglais 16’
Tuba mirabilis (300 mm WS) 8’
Trompete 8’
Clarinette 8’
Tremulant

3. Manual Récit – Schwellwerk

Quintatön 16’
Geigenprincipal 8’
Flûte harmonique 8’
Violine 8’
Zartgedackt 8’
Salicional 8’
Unda maris 8’
Octav 4’
Rohrflöte 4’
Fugara 4’
Flageolet 2’
Progressio harmonica 2 2/3’ 3-5 fach
Bombarde 16’
Trompette harmonique 8’
Basson-Hautbois 8’
Oboe 8’
Vox humana 8’
Clairon harmonique 4’
Tremulant

4. Manual Bombardwerk

Bombarde-chamade 16’
Trompette-chamade 8’
Trompette-chamade 5 1/3’
Clairon-chamade 4’

Pedal C-g’

Untersatz 32’
Majorbass 16’
Minorbass 16’
Subbass 16’
Bordun 16’
Gamba 16’
Octavbass 8’
Gedacktbass 8’
Cello 8’
Zartgedackt 8’
Choralbass 4’
Flûte 4’
Contrabombarde 32’
Posaune 16’
Fagott 16’
Tuba 8’
Clairon 4’

Spielhilfen :

Normalkoppeln : II-I, III-I, IV-I, III-II, IV-II, IV-III
I-P, II-P, III-P, IV-P,
Basskoppel (P-I)
Superkoppeln : II-I, III-I, II-II, III-II, III-III
I-P, II-P, III-P
Subkoppeln : II-I, III-I, II-II, III-II, III-III
6000 digitale Setzerkombinationen, mit Diskettenspeicherung
Registerschweller 1 und 2 (programmierbar)
Jalousieschweller II, III
Horn – Expression (pp – ff , durch Winddruckveränderung der durchschlagenden Zunge)
Midi – Steuerung zur Speicherung des Spiels der Organisten (Der Organist kann sein eigenes Spielen in der Kirche abrufen, die Einweihungsfeier wurde so auch ohne störende Nebengeräusche später auf CD aufgenommen.)

Elektropneumatische Traktur, Kegelladen

Düdelingen
Stalhuth 1912 IV/78

1912 baute die Firma Stahlhuth aus Aachen eine neue Orgel für die Pfarrkirche von Düdelingen. Es war damals die grösste Orgel des Landes. Das Werk besass einige Besonderheiten, wie z. B. doppelt labierte Gedackte und Flöten, ein Zungenregister (tuba mirabilis), das auf 300 mm Winddruck stand, und Wassermotoren.
1960 wurde (heute unverständlich) diese Prachtorgel umgebaut, Hochdruckzunge und doppelt labierte Register entfernt, alles neu intoniert und so eine Orgel geschaffen, die zwar eher dem Zeitgeist der sechziger Jahre entsprach, aber dennoch jeden Charakter vermissen liess.

Das Werk befand sich in den achtziger Jahren in einem dermassen schlechten Zustand, dass die Düdelinger einen Orgelbauverein gründeten (Les amis de l’orgue de St. Martin, Dudelange), der sich der Aufgabe annahm, die Orgel zu restaurieren. Nach langen Überlegungen, ob man eventuell wieder die Stahlhuth- Orgel rekonstruieren sollte, wurde schliesslich eine Synthese – Orgel, welche die übriggebliebenen Stahlhuth-Register mit rekonstruierten Registern im Sinne Stahlhuths (Tuba mirabilis, Doppelflöte, Streicher…) kombiniert und dabei einen Umfang erreicht, der fast das Doppelte der Orgel von 1912 hat. (48 Register auf drei Manualen und Pedal gegenüber 78 Registern auf vier Manualen und Pedal)
Die Arbeiten wurden von der Firma Thomas Jann aus Laberweinting in Bayern ausgeführt und waren 2001 abgeschlossen.
Das Werk ist mit der derzeit modernsten Technik versehen, so ermöglicht z. B. die MIDI- Steuerung, dass der Organist ein Stück aufnimmt und sich dann in die Kirche unten setzen kann, um sein eigenes Spiel aus der Perspektive des Zuhörers zu begutachten. Natürlich birgt diese Technik auch Gefahren, denn ein Pfarrer könnte ja mal auf die Idee kommen, gewisse Orgelstücke einfach aufnehmen zu lassen und dann in zweitrangigen Messen ohne Organist abzuspielen…. Photo: Guy Ehmann


Version: Montag 1. Januar 2007

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